Gemeinde:

Alaró

Trägerschaft:

Öffentlich

Preis:

Eintritt frei

Öffnungszeiten:

Durchgehend geöffnet

Tel:

971 18 21 12 - 971 94 05 03

E-Mail:

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Web:

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Consell de Mallorca
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Serviceleistungen:

Toiletes
Cafeteria
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Icono Yacimientos 45 Castell d'Alaró

Die Burg von ’Alaró befindet sich auf dem gleichnamigen Berggipfel. Um dorthin zu gelangen, muss man die Landstraße MA-2020 nehmen, die Alaró mit Bunyola verbindet. Dort findet man die Wegweiser zur Burg. Man folgt ihnen bis zum Ende des Weges auf der Esplanade von Pouet. Hier beginnt ein knapp einstündiger Spaziergang, bei dem man die Landschaft der Sierra de Tramuntana genießen kann.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, von Alaró zu Fuß über den Bruchsteinweg zu gehen.

Die Ursprünge der Besiedlung des Gipfels sind unklar. Man spricht von einer ersten Talayot-Siedlung in den Höhlen um die Burg von Alaró, aber eingestandenermaßen wurden keine Überreste aus dieser Zeit gefunden.

Die ersten Materialien, die auf eine mögliche erste Besiedlung hinweisen, datieren aus dem 5.-6. Jahrhundert nach Christus, während der spätantiken oder byzantinischen Zeit. Die ersten schriftlichen Quellen, in denen die Burg erwähnt wird, stammen von Ibn Hayyan, Al Zuhri und Ibn Khaldun, die sich auf eine Siedlung vor der muslimischen Besetzung der Insel beziehen.

Man hat eine große Anzahl an Materialien aus der Zeit der maurischen Besetzung Mallorcas an der Oberfläche sowie architektonische Überreste aus dieser Zeit der Burg gefunden. Es gibt auch schriftliche Unterlagen, die Ibn Idhari (12. Jhd.) zitiert, in denen drei Felsenburgen genannt werden: Alaró, Santueri (Felanitx) und die Königsburg (Pollença).

Andere schriftliche Quellen, die von der Burg sprechen, sind die Chroniken des Königs Jakob I und des Ibn Amira zur Eroberung Mallorcas durch die katalanisch-aragonische Krone zwischen 1229 und 1231, die zur Vertreibung der muslimischen Bevölkerung und der Wiederbevölkerung der Insel durch die Bewohner des Festlands führte. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Burg eine christliche Festung.

Ab der Zeit des Feudalismus erfuhr die Burg zwei größere Umbauten, nämlich während der Regierungszeiten von Sancho I von Mallorca und Peter IV von Aragon. Die letzten Umbauarbeiten wurden im fünfzehnten Jahrhundert durchgeführt, bevor eine Zeit der schrittweisen Aufgabe begann, die dazu führte, dass sich im siebzehnten Jahrhundert eine Gemeinschaft von Einsiedlern niederließ. Die Religionsgemeinschaft trug zur Erhaltung der Infrastruktur bei und baute die Kapelle der Jungfrau Maria der Zuflucht, deren Renovierung in der Barockzeit im 18. Jahrhundert ihr ihr heutiges Aussehen verlieh.

Mit der „Verordnung zur gründlichen Erneuerung“, durch die Sonderrechte der katalanischsprachigen Gebiete  abgeschafft wurden, erhielten die Burgwächter keinen Sold mehr und die Festung hörte auf, einen militärischen Zweck zu erfüllen, um sich in eine Kultstätte und Wallfahrtsort zu verwandeln.

Seit Anfang des 21. Jahrhunderts ist die Burg eine Berghütte, mit einem Gasthaus und ein wichtiges Element der Ruta de Pedra en Sec, welche die gesamte Bergkette durchquert. So ist sie nicht nur ein Aushängeschild für die Bewohner und Bewohnerinnen von Alarò, sondern ein Wallfahrtsort für Wanderer und die Liebhaber der Sierra.

Talaies de Can Jordi