Gemeinde:

Manacor

Trägerschaft:

Öffentlich

Preis:

Eintritt frei

Öffnungszeiten:

Durchgehend geöffnet.
Führungen sind möglich nach Vereinbarung.

Tel:

971 84 30 65

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Web:

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Secció d'Arqueologia
Diario de Mallorca

Serviceleistungen:

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Führungen

Icono Yacimientos 45 Conjunt Basilical de Son Peretó

Die Basilika von Son Peretó befindet sich sechs Kilometer vom Stadtzentrum entfernt am Ortsrand von Manacor an der Landstraße MA-15, die die Stadt mit Sant Llorenç des Cardassar verbindet. Sie liegt auf einem kleinen Hügel, der die gesamte Ebene dieser Gegend von Mallorca überragt. Der Eingang ist perfekt mit einem eisernen Monolithen gekennzeichnet.

Dieses christliche Gotteshaus wurde im sechsten Jahrhundert gegründet und im Laufe des achten Jahrhunderts aufgegeben. Seine Zerstörung wurde durch einen Brand verursacht. Es ist nicht bekannt, ob dies ein Unfall war oder die Folge eines muslimischen Überfalls. Anzumerken sei auch, dass es sich hierbei um einen der wenigen Bereiche aus dieser Zeit handelt, der besichtigt werden kann, in dem seit 2005 jedes Jahr Feld- und Forschungskampagnen durchgeführt werden.

 

Während dieser wenig mehr als 200 Jahre fand eine intensive kirchliche Aktivität statt, wie sie einer Religionsgemeinschaft entspricht. Im Laufe dieser zwei Jahrhunderte wurden zwei Renovierungen durchgeführt, sowohl in der Basilika und dem Bereich des Taufbeckens, als auch in dem umliegenden Bereich. Eine Zone mit Werkstätten, in denen verschiedene Handwerksarbeiten durchgeführt wurden, von denen besonders die Gießerei- und Glasarbeiten erwähnt werden sollten. In diesem Bereich findet man auch Lagerflächen. All dies legt den Gedanken nahe, dass es sich um eine Gemeinschaft handelte, in der nicht nur produziert wurde, um den eigenen Lebensunterhalt sicherzustellen, sondern die möglicherweise Produkte an andere nahegelegene Gemeinden lieferte.

Von den verschiedenen Elementen dieser archäologischen Fundstätte in Manacor sind hervorzuheben:

  • Die beiden Taufbecken in der Taufkapelle: zunächst wurde ein Taufbecken mit einigen Stufen gebaut, die in eine Taufwanne hinunter führten in der man das christliche Sakrament empfing. Danach wurde in einer zweiten Phase der Umbauten und in Übereinstimmung mit den neuen christlichen Gepflogenheiten eine neue Taufkapelle gebaut. Die Gläubigen tauchten nun nicht mehr in die sakramentale Struktur ein, um die Taufe zu empfangen, sondern diese wurde schon durch Berieselung erteilt, d.h. indem man Wasser über den Kopf des neuen Christen sprenkelte.
  • Die verschiedenen, in der Basilika gefundenen Mosaiken können nicht in der Ausgrabungsstätte selbst bewundert werden, sondern bei einem Besuch des Saales für Spätantike im Historischen Museum von Manacor. Hier findet man eine ausführliche Erklärung der Epoche sowie der Ausgrabungsstätte.
  • Grabstätten: In verschiedenen Bereichen der archäologischen Fundstätte kann man eine ganze Reihe von Einzelgräbern von Menschen beiderlei Geschlechts und auch von Kindern antreffen. Dies deutet auf eine Gemeinschaft hin, in der nicht nur Mönche oder Nonnen lebten.

Eine der zentralen Fragen dieser archäologischen Fundstätte in Manacor ist, ob sie Teil einer kleinen Glaubensgemeinschaft, einer ländlichen Kleinstadt am Rande von Manacor oder ein Vorort der Stadt selbst war.

Heutzutage sind dies weiterhin ungeklärte Fragen, die dazu einladen, die Ausgrabungsstätte zu besuchen, um eine eigene Hypothese zu erstellen. Dies kann man bei einem Spaziergang durch das Ausgrabungsgebiet, das perfekt museologisiert und restauriert ist. Diese Tatsache macht es einfacher, sie zu genießen und hilft das zu verstehen, was man fälschlicherweise die so genannte dunkle Zeit der Balearen nennt: den Zeitraum zwischen dem Untergang des Römischen Reiches und der Ankunft der muslimischen Gesellschaften.

Werden Sie ihr einen Besuch abstatten und diese Zeitperiode entdecken?