Gemeinde:

Artà und Santa Margalida

Trägerschaft:

Öffentlich

Preis:

Eintritt frei

Öffnungszeiten:

Durchgehend geöffnet

Weitere Links:

Artà Mallorca
Wikipedia
Diario de Mallorca

Serviceleistungen:

information panels

Icono Yacimientos 45 Dòlmens de s’Aigua Dolça i son Bauló de Dalt

Die Dolmen von s’Aigua Dolça (Artà) und Son Bauló de Dalt (Santa Margalida) gehören zu den wenigen Dolmen, die man in den archäologischen Fundstätten auf Mallorca besichtigen kann. Beide befinden sich in Küstennähe, insbesondere der Dolmen von s’Aigua Dolça in der Bucht von Alcúdia, von wo aus möglicherweise eine Beziehung zur Nachbarinsel Menorca aufgenommen wurden.

Die mallorquinischen Dolmen stammen aus der als Dolmenzeit bekannten Periode zwischen 1900 und 1600 vor unserer Zeitrechnung. Hierbei handelt es sich um Gemeinschaftsgräber, die in den frühen Phasen der Besiedlung der Inseln genutzt wurden und einen gewissen Einfluss der Glockenbecherkultur vom Ende des dritten Jahrtausends aufweisen. Bemerkenswert ist auch, dass eine starke Ähnlichkeit besteht zwischen den mallorquinischen Gräbern und denen, die zwischen der Region Midi-Pyrénées in Südfrankreich und der Mündung des Flusses Ebro in Katalonien dokumentiert wurden.

Im Falle des Dolmen von s’Aigua Dolça kann man von einer Grabstätte mit Blick aufs Meer sprechen, an einem magischen Ort, den man nur zu Fuß über den Küstenweg erreicht, der Cap Farrutx mit Alcúdia verbindet, ganz in der Nähe von Ca los Camps, zwischen Belén und der Colonia de Sant Pere.

Nachdem man diese archäologische Fundstätte auf Mallorca erreicht hat, findet man eine kreisförmige Struktur mit einem Durchmesser von knapp 6 Metern vor. In ihrem Inneren befindet sich ein mit flachen Steinplatten gepflasterter Korridor, der zu einer viereckigen, aus mehr als ein Meter hohen flachen und vertikalen Platten gebauten Grabnische führt.

In der Grabkammer fand man 8 Schädel und sterbliche Überreste von 34 Individuen, zusammen mit reichhaltigen Grabbeigaben aus Keramik, Werkzeugen aus Stein und Knochen, sowie Metallelementen. Er ist der einzige Dolmen, den man ausgraben und dessen Überreste man dokumentieren konnte, ohne dass diese geplündert wurden. Aufgrund dessen konnte man Einiges über diese Art von Gemeinschaftsgräbern in Erfahrung bringen, die sich nicht auf die übrige Insel ausdehnten.

Der Dolmen von Son Bauló de Dalt befindet sich im Industriegebiet von Son Bauló. Inmitten der Industriehallen des 20. Jahrhunderts, scheint er dem Lauf der Zeit zu widerstehen und Zeugnis abzulegen von einer Vergangenheit, die so ganz anders war als es unsere Gegenwart ist. Um zur Fundstätte zu gelangen, muss man auf der MA-3413 bis Can Picafort fahren. Am Ortsrand muss man auf die MA-12 in Richtung Artà abbiegen, um nach weniger als einem Kilometer in das Industriegebiet abzubiegen. Die Grabstätte befindet sich in der Calle Vial 2 Sector 7.

Dieser Dolmen zeichnete sich dadurch aus, dass er auf einer künstlichen Plattform steht, wodurch der Eindruck entsteht, dass er sich über das Gelände erhebt. Diese ovale Plattform misst 16 Meter in der Länge und 9,5 Meter in der Breite. Sie besteht aus einer Reihe flacher Platten, die auf einer Erdschicht aufliegen. Über der Plattform befindet sich ein Kreis aus vertikalen Steinplatten mit einem Durchmesser von 6 Metern, die den Korridor und die innere Grabkammer verschlossen, in der die Toten begraben wurden. Die zentrale Kammer besteht aus einer viereckigen, rund 4m2 großen Grabnische aus vertikalen Platten. Diese kleine Kammer ist durch eine kleine Öffnung mit dem Zugangskorridor verbunden.

In dieser archäologischen Fundstätte auf Mallorca fand man 5 Personen und ihre entsprechenden Grabbeigaben, von denen die Keramikgegenstände und verschiedenen Werkzeuge aus Feuerstein, der in dieser Gegend nicht vorkommt, besonders erwähnenswert sind. Dies belegt die Existenz von Tauschbeziehungen mit anderen Gegenden der Insel.