Gemeinde:

Son Servera

Trägerschaft:

Privat

Öffnungszeiten:

Durchgehend geöffnet

Web:

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Serviceleistungen:

Icono Yacimientos 45 Mestre Ramon

Die archäologische Fundstätte auf Mallorca Ramon Mestre befindet sich ganz in der Nähe der Verbindungsstraße zwischen den Gemeinden Son Servera und dem gleichnamigen Port Vell. Man erreicht sie über die Landstraße PM 404, die Son Servera mit Capdepera verbindet. Im dritten Kreisel befinden sich die Hinweisschilder, die den Weg über die Landstraße PMV-4032 nach Port Vell anzeigen. Knapp unter einem Kilometer und vor einer Kurve stößt man auf einen kleinen Weg, der zu einem Privatgelände führt. Hier kann man das Fahrzeug abstellen und bis zu einem Felsvorsprung gehen, an dem sich die archäologische Fundstätte befindet.

An der höchsten Stelle der Ausgrabungsstätte hat man einen herrlichen Blick auf die umliegende Landschaft und die großartigen Überreste des Komplexes.

Wie man sieht, befindet sich diese archäologische Fundstätte auf Mallorca an einer strategisch günstigen Stelle. Wenig mehr als 800 Meter vom Naturhafen entfernt auf einer Anhöhe gelegen, hatte sie vollständige Kontrolle über das Gebiet. Dies war wichtig, sowohl um sich mit anderen bewohnten Siedlungen auszutauschen als auch um potenzielle Besucher, die vom Meer kam, zu sichten. Sie liegt auch sehr nah an einem Gezeitenfluss und einer fruchtbaren Ebene.

Mestre Ramon ist als Tumulus oder abgestufter Grabhügel katalogisiert. Diese Bauten wurden zu Ende der Naviform-Periode und im frühen Talayotikum errichtet. Das heißt, zwischen 1100 und 900 vor unserer Zeitrechnung. Dies bedeutet, dass man ein Bauwerk vor sich hat, das in einer Zeit wichtiger Veränderungen, in der Übergangszeit zwischen der Bronzezeit und Eisenzeit errichtet wurde.

Wie die meisten archäologischen Fundstätten der Insel war der Ort bis zur römischen Eroberung der Insel jahrhundertelang bewohnt.

Kehrt man zum in der Mitte der Ansiedlung gelegenen Gipfel der archäologischen Fundstätte zurück, kann man die Überreste einer abgestuften Plattform erkennen mit zwei mehr oder weniger viereckigen Wänden. Der höchste Teil zeichnet sich dadurch aus, dass er völlig flach ist; hier kann man Überreste eines Fliesenbodens beobachten.

Die tieferliegenden Bereiche der archäologischen Fundstätte zeichnen sich durch eine große Mauer in Zyklopentechnik aus, die für die Balearen-Periode zwischen 550 und 123 vor Christus typisch war.  Diese Verteidigungsstruktur säumt von Südwest nach Nordost einen Großteil der Ausgrabungsstätte. Der nördliche Bereich ging im Laufe des 20. Jahrhunderts durch Steinbrucharbeiten verloren. Der Zugang zu dieser Mauer befindet sich nach Osten ausgerichtet. Hierbei handelt es sich um eine verengte Tür mit einem Versteck, in dem sich möglicherweise der Dorfwächter aufhielt.

Wahrscheinlich kontrollierten die Bewohner von Mestre Ramon in der Römerzeit den gesamten Bereich bis zur Küste.

Zurzeit arbeitet ständig ein Team von Archäologen in dieser archäologischen Fundstätte auf Mallorca. Sie führen Ausgrabungs-, Restaurierungs- und Konsolidierungsarbeiten durch, die Tag für Tag eine neue Seite der Geschichte der Insel enthüllen.