Icono Museos 45 Museu Arqueològic de Deià

Serviceleistungen:

Trägerschaft:

Privat

Gemeinde:

Deià

Adresse:

Carrer Teia, n 4. 07179 Deià

Tel:

699 957 902

E-Mail:

email

Preis:

Eintritt frei

Öffnungszeiten:

Sonntags: 11 bis 13 Uhr
Samstags: 17 bis 19 Uhr
Führungen nach Vereinbarung

Weitere Links:

Wikipedia | Consell de Mallorca

Beschreibung:

Das Archäologische Museum Deià befindet sich in der Calle Teià in der Gemeinde Deià, direkt an der Landstraße MA-10 im Tramuntana-Gebirge.

Nach Erreichen der Ortschaft folgt man der Beschilderung zum Museum in Richtung Cala Deià. Dieses Museum befindet sich in einer ehemaligen Getreidemühle aus dem 17. Jahrhundert, die von William Waldren und Jackie Waldren restauriert und umgebaut wurde, um darin das heutige archäologische Museum von Mallorca unterzubringen.

Ein Besuch des Museums kommt einem Besuch der Ursprünge der modernen Archäologie auf Mallorca gleich, sowie der Erforschung der Anfänge der Besiedlung der Insel. Hier findet man Überreste aus den archäologischen Fundstätten, die William Waldren seit den späten 50er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts ausgegraben hatte, als er aus den Vereinigten Staaten von Nordamerika auf die Insel kam.

Zu sehen sind Fundstücke aus den Ausgrabungsstätten des Gebietes zwischen Deià und Valldemossa, unter denen die Überreste der Myotragus Balearicus (einer ausgestorbenen Ziegenart) aus der Höhle von Muleta und die Siedlungen Son Matge, Son Ferrandell Olesa und Son Mas besonders hervorzuheben sind.

Die archäologische Fundstätte von Son Matge befindet sich in einer Felsnische im  Gemeindegebiet von Valldemossa. Man kann sie chronologisch auf Mitte bis Ende des zweiten Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung datieren. In ihr finden sich mit Feuersteinwerkzeugen und Keramikgegenständen aus der Glockenbecherkultur der Kupfersteinzeit erste Spuren einer menschlichen Besiedlung der Insel. Diese ersten Siedler kamen aus dem Golf von Lyon. Es handelte sich hierbei um kleine Gruppen von Viehzüchtern und Bauern, die ihre Ernährung mit dem Sammeln und der Jagd auf Kleintiere und Insekten ergänzten, die sie in den Bergen der Sierra fanden.

Eine weitere archäologische Fundstätte in der Gemeinde Valldemossa ist Son Mas, wo eine Kultstätte aus der Balearen-Periode besonders erwähnenswert ist. Die hier entdeckten Gebäude zeichnen sich durch ihre Hufeisenform aus, in denen man Überreste von Tieropfern, Grabbeigaben wie Gläser, Überreste von Amphoren und importiertes Tafelgeschirr fand, die auf die Existenz von Wein hinweisen. Obwohl die Funde andeuten, dass das Gebäude während dieses Zeitraumes genutzt wurde, muss man erwähnen, dass es auf den Ruinen einer früheren Siedlung errichtet wurde, da auch hier Keramikscherben aus der Glockenbecherkultur der Kupfersteinzeit gefunden wurden.

Die auch in der Gemeinde Valldemossa gelegene archäologische Fundstätte Son Ferrandell-Olesa ist das letzte von Waldren ausgegrabene archäologische Juwel. Sie zeichnet sich durch mehrere runde und quadratische Talayots aus, die sich über das gesamte Gelände des Anwesens verteilen, das der Fundstätte seinen Namen verleiht. Obgleich die genannten Talayots die bedeutendsten Funde darstellen, sind auch Überreste von Hütten und Ställen aus der Bronzezeit dokumentiert.

Es wird deutlich, dass ein Besuch des Archäologischen Museum Deià bedeutet, die Ursprünge der menschlichen Besiedlung der Insel zu entdecken, gleichzeitig aber auch das Leben eines Experten, der es verstand, nicht nur seine Ausbildung im Bereich zeitgenössischer Kunst mit seiner Leidenschaft Archäologie zu verbinden, sondern auch eine neue Art und Weise schuf, diesen Beruf zu verstehen und auszuüben, wie die Musealisierung dieser Funde zeigt. Zusammen mit einer Gruppe ortsansässiger und ausländischer Künstler baute er eine alte Mühle um, um ihr eine neue Verwendung und neue architektonische Ausdrucksformen zu geben, und somit das erste moderne Museum der Insel schuf. In ihm werden nicht nur archäologische Fundstücke ausgestellt, sondern es dient auch als Kulturzentrum, in dem kulturelle Veranstaltungen aller Art stattfinden.