Icono Museos 45 Museu de Cabrera. Es Celler

Serviceleistungen:

Family friendly

Trägerschaft:

Staatlich

Gemeinde:

Palma

Tel:

971 72 50 10

E-Mail:

email

Preis:

Eintritt frei

Weitere Links:

Diario de Mallorca

Beschreibung:

Das Musseum von Cabrera befindet sich im Weinkeller von Can Feliu, in der Nähe der Häuser der ehemaligen Besitzer. Die Struktur und ein Teil der Raumaufteilung des ursprünglichen Gebäudes, das einen gewissen ethnologischen Wert besitzt, sind erhalten. Auch wenn es auf der offiziellen Webseite seines Trägers, des Ministeriums, als archäologisches Museum eingestuft ist, stimmt dies nur bedingt. In den Ausstellungen werden unserer Meinung verschiedene Themen sehr gelungen kombiniert. Archäologie, Ethnologie und Ökologie. Die Kombination dieser drei Konzepte gestaltet die Landschaft von Cabrera.

Zu Fuß erreicht man das Museum von Cabrera auf einem gut ausgeschilderten, ins Landesinnere führenden Weg. Obgleich es zum Netz der mallorquinischen Museen gehört, befindet sich dieses Museum auf der Insel Cabrera. Vom Hafen beträgt die Wegstrecke ungefähr drei Kilometer und von dem kleinen Strand rund 600 Meter. Für die längste Strecke benötigt muss knapp eineinhalb Stunden. An heißen Sommertagen muss man sich gut vor der Sonne schützen, da es so gut wie keinen Schatten gibt.

Das im späten neunzehnten Jahrhundert errichtete Gebäudes dieses Museums von Mallorca befindet sich inmitten eines kleinen botanischen Gartens mit einer Auswahl  auf Cabrera heimischer Pflanzen, von denen einige für die Balearen endemisch sind.

Die Umbauarbeiten wahrten das ursprüngliche Volumen des Gebäudes, während der Raum in drei Etagen unterteilt wurde, wobei Glas und Holz so kombiniert wurden, dass sie den Blick nicht versperren.

Der Ansatz des Museums ist sehr einfach: jede Etage erläutert einen Themenblock. Der Zugang ist durch das Erdgeschoss, in dem sich die archäologischen Sammlungen befinden. Ziel ist nicht so sehr, einen historischen Überblick zu ermöglichen, als den archäologischen Reichtum der Insel zu zeigen.

Die Sammlungen des Museums ergänzenden den Besuch der Ausgrabungsstätten von Pla de les Figueres und Clot del Guix. Die aus früheren Ausgrabungen wiedergewonnenen Materialien sind in diesem Raum ausgestellt. Ein Großteil des bekannten Materials aus byzantinischer Zeit sowie aus der Epoche der Vandalen auf Mallorca stammt aus den archäologischen Fundstätten von Cabrera, wobei es sich hierbei vorwiegend um Keramik handelt.  Leider ist das Material nur bruchstückhaft erhalten, weshalb keine spektakulären Fundstücke aus dieser Epoche ausgestellt werden. Die Nekropole von Pla de les Figueres, die Grabstätte der Einsiedelei von Cabrera aus der Spätantike, hat einen besonderen Platz im Museum inne. Um das Leben dieser Mönche zu verdeutlichen, hat man zwei Gräber in Lebensgröße nachgebaut, eines von ihnen mit einer Nachbildung eines Skelettes.

Die andere Gruppe archäologischer Fundstücke sind Unterwasserfunde von einigen der vielen Schiffswracks, die um die Insel herum verzeichnet wurden. Auch wenn die vor Cabrera gesunkenen Schiffe bis in die Neuzeit reichen, stammen die gezeigten Ausstellungsstücke  vorwiegend aus der Römerzeit. Die „Stars“ unter den Ausstellungsstücken sind die Amphoren für Öl, Wein und Gesalzenes, drei Produkte, die in den Laderäumen der Schiffe den gesamten Mittelmeerraum bereisten. Auch Metall- oder Bleibarren wie die in der Fundstätte Cabrera V geborgenen waren Teil der Ladung. Sie wurden nicht nur als Handelsgut, sondern auch als Ballast auf den Schiffen mitgeführt. Ihre Stempelungen ermöglichen es, ihre Herkunft und ihre zeitliche Einordnung zu bestimmen.

Zu den Ausstellungsstücken zählen auch Gegenstände aus der Zeit der Phönizier und dem Mittelalter sowie der tragischen Episode als Internierungslager der Franzosen im 19. Jahrhundert.

Der Völkerkundesaal konzentriert sich auf Fischfangtechniken, Bilder ihrer Geschichte  und eine Sammlung von Fischfanggeräten. Auch auf die unterschiedliche Nutzung der Insel wird Bezug genommen.

Das Erdgeschoss konzentriert sich auf die Landschaft, wobei der Meeresboden anhand einer Nachbildung einer Unterwasserausgrabung in einer sehr interessanten Art und Weise gezeigt wird. Dies unterstreicht das reiche Erbe der Insel.