Icono Museos 45 Museu de Lluc

Serviceleistungen:

Cafeteria
Behindertengerechter Zugang
Führungen

Trägerschaft:

Privat

Gemeinde:

Escorca

Adresse:

Santuari de LLuc

Tel:

971 87 15 25

E-Mail:

email

Preis:

Allgemeiner Eintritt: 4 €
Ermäßigt: 2 €

Öffnungszeiten:

Weitere Links:

Consell de Mallorca

Beschreibung:

Das Museum von Lluc befindet sich im gleichnamigen Kloster, im Norden des Tramuntana-Gebirges. Man erreicht es über die Landstraße MA-10, die den gesamten Gebirgszug durchquert.

Einmal im Kloster angekommen, findet man das Museum im Hauptgebäude, in der Nähe des Zugangs zum Innenhof, des Magnoliengartens und des Bischof Campins-Hofes. Die Ausstellungssäle nehmen die beiden ersten Stockwerke des Gebäudes ein, wobei sich der Archäologiesaal über den größten Teil der ersten Etage erstreckt. Die anderen Ausstellungsräume dieses mallorquinischen Museums sind die Schatzkammer, der Mallorca-Raum, der Saal für sakrale Kunst, ein Saal mit Keramiken, ein dem Künstler Josep Coll Bardolet gewidmeter Raum, die Pinakothek und schließlich der Saal des Textilhandwerks.

Unser Hauptinteresse konzentriert sich hier auf den Archäologiesaal, in dem sich einige der wichtigsten „Juwelen“ der mallorquinischen Archäologie befinden. Die meisten Exponate wurden rund um das Kloster gefunden, wobei hier besonders die archäologische Fundstätte Cometa dels Morts hervorzuheben ist, andere jedoch stammen aus verschiedenen Ausgrabungsstätten der Insel wie den Schiffswracks vor dem Inselchen El Sec oder von Cabrera, der Höhle Maimó, der Nekropole von Ses Salines und der Höhle des Tossals Verds. Diese archäologischen Fundstätten haben alle eines gemeinsam: sie wurden von Cristofol Veny ausgegraben. Der als Pater Veny bekannte Missionar vom Heiligen Herzen machte seine Leidenschaft für die Archäologie zur Berufung. Dies brachte ihn dazu, zahlreiche Ausgrabungen in den aufgeführten archäologischen Fundstätten zu leiten.

Wie schon erwähnt, kann man in diesem mallorquinischen Museum in acht Vitrinen einige der wichtigsten Exponate der Vor- und Frühgeschichte Mallorcas bewundern. Die ersten 6 sind der Bronzezeit und den Talayot- und Balearen-Kulturen gewidmet und die beiden anderen der griechischen und römischen Welt.

Zu Beginn dieser Zeitreise kann der Besucher einige der in Cometa dels Morts gefundenen Fundstücke bewundern. Hierbei handelt es sich um eine Grabhöhle, die in verschiedenen historischen Epochen von der Bronzezeit bis in die Zeit der Balearen-Kultur und der römischen Eroberung genutzt wurde. Man ist beeindruckt vom Anblick der Überreste eines Holzsarges mit seinen Grabbeigaben, von denen besonders ein großes Schwert hervorzuheben ist. Darüber hinaus sind verschiedene tintinabulae (rituelle Glockenspiele), Armbänder, Halsketten und andere in der Höhle gefundene dekorative Elemente zu sehen. Auch verschiedene Elemente religiösen Charakters aus der Balearen-Periode sind zu erwähnen, wie Ochsen und Vögel aus Bronze.

Rund um das Kloster, in dem sich dieses mallorquinische Museum befindet, wurden auch Überreste von Haushaltsgegenständen wie Knochenahlen, Keramiktöpfe zum Kochen, Essen und Anschauen dokumentiert, unter denen eine Käseglocke besonders zu erwähnen ist. Dieser Gegenstand macht deutlich, dass der Verzehr dieses Produktes hier bis in die Antike zurückreicht.

Am Ende des Rundganges kann man sich noch an den in den Schiffswracks von El Sec und Cabrera gefundenen Exponaten erfreuen. Hierbei sind mehrere Amphoren aus verschiedenen Gegenden des Mittelmeeres und das dazugehörige Tafelgeschirr zu nennen, die im Falle von El Sec griechischer und im Falle von Cabrera römischer Herkunft waren und die luxuriösesten Villen der Insel versorgten. Aus den Überresten der Schiffe kann man einen Teil ihres Rumpfs und eine Reihe von Bleibarren mit den Namen der Eigentümer der Bergwerke, in denen das Metall abgebaut wurde, ausmachen.