Icono Museos 45 Museu d'Història de Manacor

Serviceleistungen:

Führungen
Family friendly

Trägerschaft:

Public

Gemeinde:

Manacor

Adresse:

Carretera Cales de Mallorca km 1,5. 07500 Manacor

Tel:

971 84 30 65

E-Mail:

email

soziale Netzwerke:

Preis:

Eintritt frei

Öffnungszeiten:

Winter: (16. September – 14. Juni)
Montag bis Samstag: 10-14 und 17-19:30 Uhr
Sonntags: 10 bis 18 Uhr
Dienstags: geschlossen

Sommer: (15. Juni bis 15. September)
Montag bis Samstag: 9:30-14 und 18-20:30 Uhr
Dienstags und Sonntags: geschlossen

Beschreibung:

Das Historische Museum von Manacor befindet sich am Stadtrand in einem gemeindeeigenen gotischen Gebäude, dem Torre dels Enagistes (Jesuitenturm) an der Landstraße MA-4015 in Richtung Calas de Mallorca.

Diese prächtige Räumlichkeit wurde saniert und umgebaut, um 1985 die Sammlung des Museums aufzunehmen. Dieses mallorquinische Museum ist kein monographisches Museum, sondern ein Ort, der die Geschichte der Gemeinde Manacor und des Ostens von Mallorca anhand der verschiedenen Ausgrabungsstätten erzählt. Es umfasst zwei klar voneinander abgegrenzte Bereiche:

Der erste Raum zeichnet sich durch eine Sammlung von Gebäudeminiaturen aus, einschließlich verschiedener Nachbildungen der traditionellen Gewerke und  unterschiedlichen Infrastrukturen von Mallorca, wie etwa die Windmühlen. Man findet auch verschiedene Beispiele aus der Ikonografie der Insel und kleine Schiffe. Alle     diese Miniaturen wurden von dem Sammler Antonio Sancho Comas gefertigt.

Die Geschichtssäle: In ihnen kann man sich auf einen Rundgang von der Prähistorie bis zur islamischen Zeit im Osten Mallorcas begeben.

Im ersten Raum kann man einige der repräsentativsten Stücke der navetiformen Epoche bewundern, wie etwa die berühmten umhüllten Töpfe,  der  Talayoten- und der Balearen-Kulturen, mit zahlreichen Keramiken zum Ausschank und Genuss des Weins, der mit den Steinschleuderern auf die Insel kam. Diese Söldner boten den Armeen von Karthago ihre Dienste an im Tausch gegen Wein und Frauen. Aus der Balearenzeit ist besonders ein ausgezeichnet erhaltener  Anhänger aus Glaspaste hervorzuheben. Diese Stücke stammen von der Nachbarinsel Ibiza.

Man kann die Zeitreise im zweiten Saal des Museums von Mallorca fortsetzen,  welcher der römischen Welt gewidmet ist. Die Erläuterungstafeln geben Auskunft über diesen Zeitabschnitt und man kann sich an einigen Ausstellungstücken aus römischer Zeit erfreuen, wie die „terra sigillata“, dieses während der Kaiserzeit auf  allen gehobenen Tischen übliche Tafelgeschirr aus Keramik, oder an einem herrlichen Terrakottakopf des Gottes Bacchus.

Beim Betreten des Saals der Spätantike begibt man sich ins sechste Jahrhundert und kann sich an den herrlichen, auf die Zeit zwischen dem sechsten und achten Jahrhundert datierten und im Jahr 2005 zum Kulturgut erklärten Mosaiken der Basilika von Son Peretó erfreuen. Hier erfährt man auch Wissenswertes über diese ersten christlichen Gemeinden der Balearen, und ganz besonders darüber, wie die         Gemeinde von Manacor  war, die in der archäologischen Fundstätte von Son Peretó lebte. Die Ausgrabungen in dieser archäologischen Stätte begannen im Jahr 1912 und bis heute werden immer neue Bereiche in der Kirche und ihrer Umgebung entdeckt.

Die Maurenzeit hat einen nimmt einen herausragenden Platz im Museum ein. In diesem letzten Saal kann man betrachten, wie die muslimische Besatzung in der     Gegend von Manacor, der größten muslimischen Distrikt der Insel aussah, der die    Gemeindegebiete des heutigen Manacor und Sant Llorenç des Cardassar umfasste. In diesem Bereich wurden mehr als hundert Stellen mit islamischen Überresten  entdeckt; dazu gehören sowohl Wohnbereiche als auch Bewässerungsanlagen, Straßen und zwei Moscheen.

In diesem Saal kann man die verschiedenen Gefäße bestaunen, die in dieser Zeit         üblicherweise zum Kochen und bei Tisch verwendet wurden.

Den Besuch des Historischen Museums von Manacor  kann man durch einen Besuch der Mühle Molí d’en Fraret abrunden, in dem sich der Sitz der völkerkundlichen  Abteilung des Museums befindet. In dieser Getreidemühle aus dem 18. Jahrhundert werden entsprechend den Jahreszeiten und dem Lebenszyklus die Tätigkeiten und Werkzeuge des ländlichen Raums gezeigt.