Icono Museos 45 Museu Monogràfic de Pollentia

Serviceleistungen:

Behindertengerechter Zugang
Führungen

Trägerschaft:

Staatlich

Gemeinde:

Alcúdia

Adresse:

Carrer de Sant Jaume, 30. 07400 Alcúdia

Tel:

971 54 70 04

E-Mail:

email

soziale Netzwerke:

Preis:

Allgemeiner Eintritt: 3,50 €
Ermäßigter Eintritt: 2 € (Gruppen, Rentner und Schüler)

Öffnungszeiten:

Winter:
Dienstag – Freitag: 10:00 bis 16:00 Uhr
Samstag und Sonntag: 10:00 bis 14.00 Uhr
Montag und Feiertage: geschlossen

Sommer:
Dienstag – Samstag: 9:30 bis 20:30 Uhr
Sonntag: 10:00 bis 15:00 Uhr
Montag und Feiertage: geschlossen

Beschreibung:

Das monografische Museum von Pol•lèntia ist eine Unterabteilung des Museums von Mallorca. Es wurde 1987 mit dem Ziel eröffnet, die archäologischen Ausstellungsstücke in ihrer ursprünglichen Umgebung, nämlich der Römerstadt Pol•lèntia in Alcúdia zu zeigen. Derzeit wird das in der Straße Sant Jaume 29 im historischen Stadtzentrum gelegene und in dem ehemaligen, aus dem 14. Jahrhundert stammenden Krankenhaus von Alcúdia untergebrachte Museum in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Alcúdia geleitet. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Kirche Sant Jaume und den mittelalterlichen Stadtmauern und in nur 5 Minuten erreicht man zu Fuß den Eingang zur archäologischen Fundstätte.

Die Eintrittskarte zum Museum gilt auch für die archäologische Fundstätte. Da es sich um ein kleines Museum handelt, benötigt man für dessen Besuch und Besichtigung der ausgewählten Ausstellungsstücke nicht allzu viel Zeit.

Die Ausstellung dieses mallorquinischen Museums hat zum Ziel, dem Besucher den Alltag der ehemaligen Bewohner von Pol•lèntia nahe zu bringen. Aus diesem Grund sind die Ausstellungsstücke des Museums in zwei große Bereiche unterteilt: den privaten und den öffentlichen Bereich. Im privaten Bereich werden sehr unterschiedliche Alltagsgegenstände ausgestellt, die bei den Ausgrabungen geborgen wurden. Einerseits gibt es Küchengeräte und Geschirr. Diese Ausstellungsstücke sollen die verschiedenen Arten von Geschirr veranschaulichen, vom bescheidensten und gängigsten bis zu Keramikbechern aus hochwertiger „terra sigillata“ oder filigrane Teile wie die dünnwandigen Gläser. An Küchenutensilien kann man unter anderem Keramikgefäße sehen, die Olivenkerne enthielten, Töpfe und Pfannen oder eine Bronzepfanne.

In der zweiten Gruppe von Ausstellungsstücken des privaten Bereichs findet man Dinge zur Freizeitgestaltung und Kleidung: Ringe, Armbänder und Halsketten, die vorwiegend aus der Nekropole in Pol•lèntia stammen. Eine kleine Sammlung von Haarnadeln aus Knochen bestechen durch ihre Eleganz. Würfel, Becher und Spielsteine veranschaulichen die Freizeitbeschäftigungen der Einwohner der Stadt. Zudem werden auch einige kleine Parfüm- oder Kosmetikdosen ausgestellt sowie Kronleuchter, mit denen die Schlafkammern erhellt wurden. Die kleinen Mars Balearicus-Statuen von Kriegern oder dem Hausgott Laren erinnern daran, dass diese in der Welt des Glaubens als Schutzgottheiten des Heims und Familie eine herausragende Stellung einnahmen.

Im Hinblick auf dekorative Elemente ist besonders der Cap de Nina (Mädchenkopf) genannte Bronzekopf hervorzuheben, der in einem Domus im Stadtviertel La Portella entdeckt wurde und dem Haus seinen Namen verlieh. Zudem sind auch Fragmente von Mosaiken ausgestellt, mit denen die Wände der Zimmer des Domus bedeckt waren sowie Spuren polychromer Stuckarbeiten, die den Wänden Farbe verliehen. Leider ist an Ort und Stelle keine Wanddekoration erhalten geblieben und die meisten der Mosaiken wurden von ihrem ursprünglichen Standort entfernt.

Im öffentlichen Raum müssen zwei in diesem mallorquinischen Museum ausgestellte Bereiche hervorgehoben werden: das Forum und die Bestattungskultur. Im Forum wurde das einzige Beispiel der Insel lebensgroßer römischer Statue ausgegraben: zwei weibliche Figuren und eine Figur mit Gesichtsschutz lenken bei einem Besuch des Museums von Pol•lèntia die Aufmerksamkeit auf sich. Die Grabeskultur wird anhand einer kleinen Ausstellung von Grabsteinen mit Inschriften erläutert, von denen besonders die dem Tod des Ringers Pancrazio gewidmete Steintafel aufgrund ihres stark emotionalen Charakters hervorzuheben ist.

Ein kleiner Saal ist einer Ausstellung von Keramikgefäßen gewidmet, von denen viele nur bruchstückhaft vorhanden sind und christliche Symbole aufweisen.