Icono Museos 45 Museu Regional d'Artà

Serviceleistungen:

Führungen

Trägerschaft:

Patronat und Gemeindeverwaltung Artà

Gemeinde:

Artà

Adresse:

C/ Estel nº 4

Tel:

971 82 97 78

E-Mail:

email

Preis:

2€

Öffnungszeiten:

Sommer:
Montag bis Samstag von 10 bis 14 Uhr

Winter:
Montag bis Samstag von 10 bis 14 Uhr

Montags geschlossen

Beschreibung:

Das Regionalmuseum von Artà befindet sich auf dem Rathausplatz. Dieses Museum entstand aus den Sammlungen des inzwischen verstorbenen Naturforschers Llorenç Garcies i Font.

Hierbei handelt es sich um ein kleines mallorquinisches Museum mit zwei klar voneinander abgegrenzten Bereichen: ein Bereich ist der Natur gewidmet, der ein bestimmtes, auf dem Naturalismus und der Sammlerleidenschaft des späten neunzehnten und Mitte des zwanzigsten Jahrhundert beruhendes Museumsverständnis repräsentiert sowie einen zweiten Saal, welcher der  Archäologie gewidmet ist.

Ein Besuch der Archäologieabteilung des Regionalmuseums von Artà ist der Besuch eines Museums im Übergang zwischen alter und neuer Museumskunde. Sein Ziel ist es, didaktisch und einfach zu erklären, wie die letzten Ansiedlungen aus der Zeit der Vorgeschichte der Inseln aussahen, vor allem im Osten der Insel. Die Ausstellung konzentriert sich vor allem auf die Balearen-Periode zwischen den Jahren 500 und 123 vor unserer Zeitrechnung. Dieses Jahr gilt offiziell als Zeitpunkt der römischen Eroberung der Inseln durch den Konsul Quintus Caecilius Metellus.

Anhand der verschiedenen Ausstellungsstücke erhält man eine Vorstellung davon, wie diese Zeit nach der Talayot-Kultur aussah und welche Beziehung nicht nur mit dem übrigen Mallorca und den Inseln des Archipels bestanden, sondern übrigen westlichen Mittelmeer.

Die Existenz von Landwirtschaft ist anhand verschiedener Steinwerkzeuge, wie den ausgestellten Mörsern zur Verarbeitung von Gemüse oder den Steinmühlen sehr gut belegt. Diese wurden dazu verwendet, Getreide und Eicheln zu dem für das tägliche Leben dieser Bevölkerungsgruppen so notwendigen Mehl zu mahlen.

Ein weiterer hervorzuhebender Aspekt dieses mallorquinischen Museums ist die religiöse Welt. Sie wird anhand verschiedener Krieger dargestellt, wie denen aus den heutzutage nicht mehr existierenden Heiligtümern Son Favar oder Son Amer, die seinerzeit jedoch von größter Bedeutung waren. In diesen Bereichen wurden verschiedene religiöse Zeremonien zelebriert. Opfergaben waren ein zentrales Element, wie die verschiedenen Keramikelemente belegen, die man gefunden hat: verzierte Gläser (copas crestadas) und kleine Krüge sowie amphorenähnliches Geschirr, mit dem der Wein aus verschiedenen Regionen, vor allem jedoch aus Ibiza, transportiert wurde.

Von dieser Insel kamen auch Halsketten aus Glaspaste, die zusammen mit den verschiedenen Bronzearmbändern Teil der erlesensten Aussteuern der herrschenden Klassen der verschiedenen Gemeinschaften bildeten.

Wenn Sie dem Regionalmuseum von Artà einen Besuch abstatten, können Sie eine Reise durch die letzten Momente der Prähistorie im Osten von Mallorca genießen.