Gemeinde:

Manacor

Trägerschaft:

Öffentlich

Preis:

Eintritt frei

Öffnungszeiten:

Durchgehend geöffnet.
Führungen sind möglich nach Vereinbarung.

Tel:

971 84 30 65

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Icono Yacimientos 45 S'Hospitalet Vell

S’Hospitalet Vell liegt in unmittelbarer Nähe zu einem der meistbesuchten Touristengebiete von Mallorca, Calas de Mallorca, südlich der Stadt Manacor. Um diese archäologische Fundstätte auf Mallorca von Manacor aus zu erreichen, nimmt man die Landstraße MA-4015 in Richtung Cales de Mallorca. Die Beschilderung der Fundstätte befindet sich auf der Höhe der Abzweigung von der MA-4014 auf die Landstraße in Richtung Cales de Mallorca.

Trotz seiner schon angeführten Nähe zum Touristenzentrum ist die archäologische Fundstätte  ein Ort, an dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Sie liegt inmitten von Getreidefeldern, Johannisbrotbäumen und Schafherden und ist der geeignete Ort, die Vergangenheit der Insel mithilfe des Archäologenteams des Historischen Museums von Manacor zu entdecken, die Jahr für Jahr ein weiteres Stück Geschichte ausgegraben.

Die Fundstätte umspannt einen großen Zeitraum, der in drei Hauptbereiche aufgeteilt ist. Das Interessante an S’Hospitalet Vell ist, dass man bei einem Besuch die beiden großen Perioden der mallorquinischen Vorgeschichte entdecken kann: die Bronzezeit mit ihren Navetas und die Eisenzeit mit den Talayoten und den hiermit verbundenen Strukturen.

Den ersten und ältesten Bereich der Fundstätten kann man auf Mitte des zweiten Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung, also mitten in der balearischen Bronzezeit datieren. Hier findet man verschiedene Wohnbauten: die Navetas (vorgeschichtliche Großsteinbauten). Die Navetas-Siedlungen zeichnen sich dadurch aus, dass es sich hierbei um kleine, aus wenigen Familien bestehende Ansiedlungen handelt. Ihre Hauptbeschäftigung bestand in der Land- und Viehwirtschaft. In S’Hospitalet Vell findet man vier dieser Gebäude in Form eines umgekippten Schiffes, die alle verschiedene Ausmaße aufweisen.

Wenn man den Rundgang fortsetzt, erreicht man den Bereich eines viereckigen Talayots. Er ist einer der ungewöhnlichsten auf der Insel, denn neben seiner Form, kann man auch eine Reihe von Steinplatten, die auf seiner zentralen Säule angeordnet sind beobachten, die ihn zu etwas Außerordentlichen machen. Möglicherweise waren diese Platten eine Struktur zum Tragen einer zweiten Etage (und erfüllten die  Funktion von Balken). Von dieser zweiten Etage aus hatte man eine gute Kontrolle über das umgebende Land, die Ebene und das Meer.

Zum Talayot gehören eine Reihe von Gebäuden: eine Säulenhalle und eine Häusergruppe, die sich chronologisch bis zur Balearen-Periode und der späteren römischen Eroberung der Insel erstrecken. In diesem Bereich der archäologischen Fundstätte in Manacor ist es auch, wo Spuren davon zu finden sind, dass sie auch während der islamischen Zeit frequentiert wurde. Diese Tatsache zeigt, dass diese, wie andere Ansiedlungen auch, obwohl sie zu Beginn einer Zeitenwende aufgegeben wurde, in verschiedenen Perioden weiter frequentiert wurde, da sie sich in der Nähe von fruchtbarem Land und Wasserressourcen befand.

In einem dritten Bereich der Ansiedlung trifft man auf ein großes und außergewöhnliches rechteckiges Gebäude, dessen Außenmauer aus perfekt platzierten zyklopischen Blöcken besteht. Seine Funktion kennt man nicht genau, aber man nimmt an, dass es eine defensive und eine Vorzeigekomponente inne hatte, wo die Truppenrekrutierung der berühmten Steinschleuderer stattfand, die dann von hier aus in Richtung einer der Konfliktzonen des westlichen Mittelmeers segelten.