Gemeinde:

Artà

Trägerschaft:

Öffentlich

Öffnungszeiten:

Besuchszeiten des Parc de Llevant:
Montag bis Sonntag: 9 bis 16 Uhr

Tel:

606 09 68 30

E-Mail:

email

Web:

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Icono Yacimientos 45 Talaiot de Puig Figuer

Die archäologische Fundstätte Puig Figuer befindet sich im Naturpark der Halbinsel Llevant in Artà. Um zum Park zu gelangen, muss man nach Artà fahren. Ungefähr 300 Meter in Richtung Capdepera in Richtung Cala Torta abbiegen und auf der Landstraße PMV-3333 der Beschilderung folgen. Beim Kilometer 4,7 Km erneut abbiegen, bis man das Informationszentrum und das Büro des Parks in S’Alqueria Vella de Baix erreicht.

Dort wählt man die Aufstiegsroute zum Puig Figuer, die einen Kilometer lang und nicht schwierig ist. Auf diesem Weg kann man sich an der herrlichen Landschaft der Region erfreuen, die sich durch Schilf, Palmen und verschiedene, auf der Finca lebende Tierarten, wie Wanderfalken, Habichte oder Mittelmeerschildkröten auszeichnet.

Wenn man den Hügel erklommen hat, kann man eine herrliche Aussicht genießen, die Gleiche, die schon die Bewohner der Region während des Talayotikums hatten, als dieses turmartige Gebäude errichtet wurde. Von hier aus kann man beobachten, wie der Mensch die Landschaft im Laufe der Jahrhunderte verändert hat und eine Umgebung geschaffen hat, deren Erben wir heute sind und für die Puig Figuer ein hervorragender Beweis ist.

Wie bereits erwähnt, besteht diese archäologische Fundstätte aus einem einzigen freistehenden Talayot, obgleich dieser von einer Reihe von noch nicht ausgegrabenen Strukturen umgeben ist, die jedoch darauf hindeuten, dass es sich hierbei um Stützwände des Turmes oder möglicherweise eine Wendeltreppe handelte, um in das Obergeschoss des Gebäudes zu gelangen. Zudem ist auch eine Mauer dokumentiert, die das Gebäude wahrscheinlich umgab und den Zugang zu ihm erschwerte.

Sein Nutzungszeitraum ist aufgrund von Keramikfunden auf die Zeit der Talayot-Periode um 900 vor unserer Zeitrechnung bis zur römischen Eroberung 123 vor unserer Zeitrechnung und möglicherweise noch ein oder zwei Jahrhunderte danach datiert.

Obgleich die Chronologie der verschiedenen Strukturen ungewiss ist, war diese mallorquinische Ausgrabungsstätte wahrscheinlich ein Schlüsselelement in der Gestaltung des Gebietes, wo es noch weitere Enklaven verschiedener Art und Chronologien gibt. Von daher wäre diese Fundstätte Teil einer großen Siedlungsanlage gewesen, deren Hauptfunktion aufgrund ihrer Lage die Kontrolle und Abgrenzung des Territoriums war. Durch ihn wäre eine starke Verbindung zwischen dem Binnenland und der Küste hergestellt worden. Er wäre auch ein Schlüsselelement gewesen, um die Ankunft von talfremden Außenseitern zu erkennen, sowohl aus dem Landesinnern von Mallorca, als auch vom Meer.

Dies war der Grund, warum er bis zur Ankunft einer neuen Zivilisation, die der Römer, durchgehend benutzt wurde, deren neues Verständnis der Insel und ihres Gebiets zur fortschreitenden Aufgabe dieser Räumlichkeit führte.

Heutzutage ist dieser Talayot perfekt restauriert und besonders gut geeignet für Besichtigungen, die man mit von der Website des Parks herunterladbaren Audioführungen ergänzen kann. Man kann auch das im Besucherzentrum bereitgestellte Lehrmaterial nutzen.

Wenn man die Archäologie und die Natur genießen möchte, ist ein Besuch des Naturparks Llevant ein Muss, einem Ort voller Plätze, die es zu entdecken gibt.