Gemeinde:

Magaluf, Calvià

Trägerschaft:

Öffentlich

Preis:

Eintritt frei

Öffnungszeiten:

Durchgehend geöffnet

Tel:

971 139 100

E-Mail:

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Icono Yacimientos 45 Turriforme esglaonat de Son Ferrer

Diese archäologische Fundstätte auf Mallorca, der Stufenturm von Son Ferrer, befindet sich in der Wohnsiedlung Son Ferrer auf der Halbinsel Calvia, inmitten einer fruchtbaren Ebene. Die Grabstätte liegt sich auf dem höchsten Punkt, wodurch eine ihrer wichtigsten Aufgaben begünstigt wurde: die Sichtkontrolle über das umliegende Gebiet.

Dieses prähistorische Gebäude ist auf der ganzen Insel einzigartig, da es sich hierbei um das erste vollständig ausgegrabene, befestigte und musealisierte Bauwerk seiner Art handelt.

Um dorthin zu gelangen muss man die Autobahnausfahrt Andratx in Richtung Son Ferrer nehmen. Sie befindet sich inmitten eines Wohngebietes in der Calle Golondrina. Diese Häuser hatten schwerwiegende Folgen für das ursprüngliche Dorf und heutzutage sind nur noch der Grabhügel und die Überreste einiger hiermit verbundener Strukturen zu sehen.

Besonders bemerkenswert ist, dass diese archäologische Fundstätte in Calvia einen sehr großen Zeitraum umspannt, mit Strukturen, die vor und nach der Errichtung des Tumulus entstanden und die von der Altbronzezeit (1800 vor Christus) bis weit in das dritte Jahrhundert unserer Zeitrechnung reichen.

Dieses zyklopische Gebäude wurde auf den Überresten einer Gruft oder künstlichen Grabhöhle der Bronzezeit errichtet. Die Hypogäen oder unterirdischen Bauwerke sind aus dem Fels gehauene Strukturen, in diesem Fall einer fossilisierten Düne. Im Inneren gibt es einige Bänke, auf denen die sterblichen Überreste der Toten, die wahrscheinlich aus den umliegenden Siedlungen stammten, niedergelegt wurden. Das Hypogäum hat drei Kammern. In der mittleren befinden sich zwei Bänke, eine an jeder Wand, und eine auf einer höheren Ebene angeordnete Plattform. Man betritt sie durch eine kleine Öffnung an der Unterseite des Turmes.

Wenn man über den Grabhügel spricht, muss man sich eine Stufenplattform vorstellen. In diesem Fall wurde der Grabhügel von Son Ferrer zu Beginn der Talayot-Periode gegen 900 vor unserer Zeitrechnung erbaut und überdauerte den Lauf der Zeit, indem er ganz andere Funktionen erfüllte, als die, für die er ursprünglich errichtet wurde.

Der Grabhügel von Son Ferrer zeichnet sich aus durch seine Abstufungen, die aus mit kleineren Steinen und Erde gefüllten Zyklopenmauern bestehen. Hierbei handelt es sich nicht um eine regelmäßige Plattform, da sie dazu neigt, verschiedene auf verschiedenen Stufungsebenen verschiedene Formen anzunehmen. So wie man an der Unterseite kreisförmige Wände beobachten kann, sieht man im oberen Teil, dass die Ringe oder Abstufungen des Tumulus eher viereckig sind. Diesen erhöhten Bereich erreicht man über eine Rampe.

Möglicherweise wurde der Grabhügel während des gesamten Talayotikums für kollektive Treffen im Zusammenhang mit politischen oder religiösen Zeremonien genutzt.

Nach dem Ende dieser Periode um das 5.Jahrhundert vor Christus, gab es Veränderungen in der Art, die Welt zu interpretieren. In diesem Zusammenhang bekam das Gebäude neue Verwendungen und erlangte seine Nutzung als Begräbnisstätte wieder. Der Innenraum des Hypogäums wurde wieder genutzt. Hier sind mehr als 100 Individuen dokumentiert und man hat verschiedene Arten von Ritualen verzeichnet. Diese beziehen sich auf die floralen Opfergaben, Feuer, Grabbeigaben aus Keramik und die Behandlung Neugeborener und toter Säuglinge, die in Keramikurnen beigesetzt wurden. Von 70 bis 50 vor Christus wurden die Seiten des Grabhügels weiterhin für Bestattungen benutzt, jedoch sind aus dieser Zeit nur Säuglingsbestattungen dokumentiert.

Es ist in diesem Zeitraum, in dem auch verschiedene an den Tumulus angebaute Räume belegt sind, die jedoch leider in Richtung der neuen Häuser verloren gingen.

Die Gründe für die Aufgabe dieser alten Siedlung, die Teil eines umfangreichen Ensembles archäologischer Fundstätten in Calvia ist, sind nicht bekannt. Zusammen mit anderen, auch musealisierten Räumen kann man sich eine Vorstellung von der Bevölkerungsdichte in dieser Gegend machen. Diese Gemeinde bietet eine große Anzahl und Fülle von Kulturdenkmälern, die in verschiedenen Epochen entstanden sind.